Methodik

Damit nachvollziehbar ist, wie diese Wahlprüfsteine entstanden sind und wie wir mit den Antworten umgehen, dokumentieren wir unser Vorgehen hier vollständig. Wer unsere Darstellung überprüfen will, soll das können, ohne uns glauben zu müssen.

Zuletzt aktualisiert: 2. September 2026

Wen wir gefragt haben

Wir haben fünf Parteien angeschrieben: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU, DIE LINKE, FDP und SPD. Maßgeblich war, für welche Parteien eine Regierungsbeteiligung nach dieser Wahl realistisch in Betracht kommt. Alle fünf haben geantwortet, die CDU nachträglich.

SPD geantwortet

Antwort auf alle 25 Fragen, eingegangen zum Stichtag.

CDU nachträglich geantwortet

Antwort auf alle 25 Fragen, eingegangen am 1. September 2026. Zum Stichtag lag sie nicht vor – warum, steht weiter unten.

Die Linke geantwortet

Antwort auf alle 25 Fragen, eingegangen zum Stichtag.

Bündnis 90/Die Grünen geantwortet

Antwort auf alle 25 Fragen, eingegangen zum Stichtag.

FDP geantwortet

Antwort auf alle 25 Fragen, eingegangen zum Stichtag.

Warum die AfD nicht dabei ist

Wir haben uns bewusst auf demokratische Parteien beschränkt und die AfD nicht angeschrieben. Der Zweck unseres Vereins ist laut Satzung die Unterstützung queerer Menschen, die durch Diskriminierung bedroht sind oder Diskriminierung bereits erlebt haben. Eine Partei, deren Programm und Auftreten sich gegen die Gleichstellung genau dieser Menschen richten, ist für uns keine Adressatin von Wahlprüfsteinen zur queeren Gleichstellung. Diese Entscheidung haben wir im Vorstand getroffen, und wir stehen dazu.

In welcher Reihenfolge die Parteien stehen

Die Reihenfolge der Parteien ist auf allen Seiten gleich und richtet sich nach dem Ergebnis der Landtagswahl 2021: SPD, CDU, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, FDP. Das ist ein von uns nicht beeinflussbares, überprüfbares Kriterium. Auch Parteien, die nicht geantwortet haben, behalten ihren Platz in dieser Reihenfolge – ihre Nichtantwort steht dort, wo sonst ihre Antwort stünde.

Frist und Form

Der Fragenkatalog mit 25 Fragen ging am 1. August 2026 per E-Mail an die Landesgeschäftsstellen. Die Antwortfrist endete am Freitag, dem 28. August 2026, um 18 Uhr. Alle Parteien erhielten denselben Katalog, dieselbe Frist und dieselben Hinweise.

Wir hatten um höchstens 1.500 Zeichen pro Antwort gebeten. Das war eine Bitte, keine Bedingung: Elf der 125 Antworten liegen darüber, die längste bei rund 3.400 Zeichen. Wir haben sie alle vollständig veröffentlicht und nichts gekürzt, um eine Zeichenzahl einzuhalten.

Antworten, die nach dem Stichtag eingehen, veröffentlichen wir nach: mit Eingangsdatum und einem Hinweis, dass sie verspätet kamen. Die Kennzeichnung „keine Antwort“ bezieht sich immer auf den Stichtag. Eingetreten ist dieser Fall bei der CDU; der Abschnitt Die nachträgliche Antwort der CDU beschreibt ihn.


Die nachträgliche Antwort der CDU

Bis zum Stichtag am 28. August 2026 um 18 Uhr lag uns von der CDU keine Antwort vor. So haben wir es auf der Antwortseite, auf dieser Seite und in unserer Pressemitteilung ausgewiesen.

Am 1. September 2026 hat uns die CDU ihre Antworten übermittelt. Nach Angaben der Partei hatte sie sie bereits am 27. August versandt – an die Adresse des LSVD Queer Mecklenburg-Vorpommern e. V. Das ist ein anderer Verein als wir; bei uns ist dort nichts eingegangen.

Seit dem 2. September 2026 stehen die Antworten der CDU im Wortlaut auf der Antwortseite – in derselben Form, an derselben Stelle und in derselben Reihenfolge wie die der übrigen Parteien. Bei jeder Frage steht das Eingangsdatum. Einen weiteren Unterschied in der Darstellung gibt es nicht.

Beides gehört zusammen, deshalb steht beides hier: Die Angabe, dass zum Stichtag keine Antwort der CDU vorlag, trifft zu. Dass sie fehlte, lag nach Darstellung der Partei an der Adresse und nicht an einer Entscheidung, nicht zu antworten.


Wie wir die Antworten veröffentlichen

Wir veröffentlichen die Antworten im Wortlaut, vollständig und unkommentiert. Wir kürzen nicht, formulieren nicht um und stellen nichts um. Was auf der Antwortseite in einem Antwortfeld steht, hat die jeweilige Partei so geschrieben.

Damit das stimmt, mussten wir einige wenige Bearbeitungsregeln festlegen. Wir schreiben sie hier auf, weil „unverändert“ sonst eine Behauptung bliebe, die niemand prüfen kann.

Was nicht mit veröffentlicht wird

Die Parteien haben uns Briefe geschickt, keine Formulare. Deshalb lassen wir weg, was zum Anschreiben gehört und nicht zur Antwort: Briefkopf, Anrede, Grußformel, Unterschrift und Funktionsbezeichnung der unterzeichnenden Person. Ebenso lassen wir unsere eigene Frage weg, wenn eine Partei sie vor ihrer Antwort noch einmal abgedruckt hat. In beiden Fällen bleibt der Antworttext selbst unangetastet.

Tippfehler

Offensichtliche Tippfehler in den Antwortschreiben korrigieren wir stillschweigend. Wir halten es für unfair, eine Partei mit einem verrutschten Buchstaben zu zeigen, wenn erkennbar ist, was gemeint war. An Formulierungen, Wortwahl oder Aussagen ändern wir nichts – auch dann nicht, wenn wir sie inhaltlich für falsch halten.

Hervorhebungen

Wir übernehmen den Wortlaut, nicht die Textgestaltung. Fettungen, Kursivsetzungen oder Aufzählungszeichen aus den Antwortschreiben erscheinen auf unserer Seite als normaler Fließtext. Wenn eine Partei etwas hervorgehoben hat, ist diese Hervorhebung bei uns nicht sichtbar.

Wenn eine Partei mehrere Fragen zusammen beantwortet

Manche Parteien beantworten zwei Fragen in einem Text oder verweisen von einer Frage auf ihre Antwort an anderer Stelle. Wir zerlegen solche Antworten nicht und ordnen auch nichts um. Stattdessen steht bei der betroffenen Frage ein Hinweis von uns, wo die Antwort zu finden ist, und der Verweis ist verlinkt. Diese Hinweise stammen von uns, nicht von den Parteien.


Der Sachstand ist unsere Recherche, nicht die der Parteien

Zu den meisten Fragen haben wir den uns bekannten Sachstand recherchiert und ihn den Parteien vorab mitgeschickt, damit sie die Frage einordnen können. Diese Sachstände stehen auf der Antwortseite in einem eigenen, farblich abgesetzten Kasten. Sie sind unsere Aussage und unsere Verantwortung – keine Partei hat sie geschrieben, bestätigt oder gegengelesen.

Wenn wir einen Sachstand nachträglich ändern, tauschen wir ihn nicht stillschweigend aus. Unter dem Kasten steht dann ein datierter Hinweis, dass er aktualisiert wurde. Am 31. August 2026 haben wir acht Sachstände nach einer erneuten Prüfung an den Primärquellen präzisiert; in einem Fall – zur Frage nach den Ansprechpersonen bei der Polizei – war unsere ursprüngliche Aussage nicht haltbar und wurde ersetzt.

Einordnung und Bewertung

Auf der Antwortseite bewerten wir nichts. Dort stehen die Fragen, unser Sachstand und die Antworten im Wortlaut – mehr nicht. Wer sich ein eigenes Urteil bilden will, soll das an den Originalworten tun können und nicht an unserer Zusammenfassung.

Eine vergleichende Einordnung veröffentlichen wir gesondert. Damit sie überprüfbar bleibt, legen wir die Maßstäbe hier vorab offen, bevor wir sie anwenden:

  • Beantwortet – die Antwort geht auf den konkret erfragten Punkt ein.
  • Teilweise beantwortet – die Antwort geht auf einen Teil der Frage ein, lässt einen anderen Teil offen. Bei mehrteiligen Fragen genügt uns, dass alle Teile erkennbar aufgegriffen werden.
  • Ausweichend – die Antwort geht auf den konkret erfragten Punkt – eine Summe, ein Datum, ein Ja oder Nein – nicht ein, sondern beschreibt nur eine allgemeine Haltung.
  • Keine Antwort – bis zum Stichtag ist nichts eingegangen.

Eine Partei, die auf eine Frage ehrlich mit „Nein“ antwortet, gilt uns als beantwortet – nicht als ausweichend. Ablehnung ist eine Antwort.

Was wir nicht tun

Wir sprechen keine Wahlempfehlung aus, vergeben keine Noten und erstellen kein Ranking. Wir sagen nicht, wen man wählen soll, und wir sagen auch nicht, wen man nicht wählen soll. Als gemeinnütziger Verein nehmen wir zu unseren Satzungszwecken Stellung – das schließt ein, Positionen der Parteien sachlich zu vergleichen, und es schließt aus, für oder gegen eine Partei zu werben.

Die Originalschreiben

Die Antwortschreiben der Parteien stellen wir nicht öffentlich zum Download bereit. Sie enthalten personenbezogene Daten – Namen, Funktionen, Unterschriften und Kontaktdaten der Personen, die für die Parteien geantwortet haben. Diese Angaben gehören nicht ins offene Netz, nur weil sie in einem Anschreiben an uns standen.

Wer den Wortlaut nachprüfen möchte, bekommt die Schreiben auf Anfrage von uns: vorstand@meer-vielfalt.de. Das gilt für Presse, Wissenschaft und für jede Person, die wissen will, ob wir richtig zitieren.

Fehler melden

Wir arbeiten sorgfältig und machen trotzdem Fehler. Am 29. August 2026 haben wir drei Übertragungsfehler in Antworttexten korrigiert, bei denen beim Übernehmen aus den PDF-Schreiben Bindestriche verloren gegangen waren und Wörter zusammengelaufen sind. Gefunden haben wir sie bei einem systematischen Abgleich aller damals vorliegenden 100 Antworten mit den Originalschreiben. Die 25 nachträglich eingegangenen Antworten der CDU haben wir am 1. September auf dieselbe Weise geprüft.

Wenn Ihnen etwas auffällt – ein falsch wiedergegebener Satz, ein veralteter Sachstand, ein toter Link –, schreiben Sie uns an vorstand@meer-vielfalt.de. Das gilt ausdrücklich auch für die Parteien selbst: Wer findet, dass wir seine Antwort nicht korrekt wiedergeben, soll sich melden. Wir korrigieren und weisen die Korrektur datiert aus.